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Bulgarien Gebirge > Balkangebirge

Balkangebirge

Das Balkangebirge, von den Bulgaren auch „Altes Gebirge“ genannt, ist das längste, größte und bulgarischste aller Gebirge. Es erstreckt sich über die gesamte Länge des Landes, von der serbischen Grenze bis hin ans Schwarze Meer, Luftlinie über 550 km. Wie eine Fischgräte umfasst es das Territorium Bulgariens und ist so darin und mit seiner Geschichte verflochten, dass es seit langem zum Wahrzeichen geworden ist, zu einer Feste des bulgarischen nationalen Geistes. Mit seinem 2376 m hohen Botev-Berg steht es der Höhe nach an dritter Stelle unter den bulgarischen Gebirgen. Es teilt Bulgarien in fast zwei gleiche Teilen, nämlich Nordbulgarien und Südbulgarien.

Das Balkangebirge ist mit der Jahrtausende alten Vergangenheit unserer Gebiete eng verbunden. Seine ältesten Namen sind Hajmon, Hajmos, Hemus (thrakischen Ursprungs) mit der Bedeutung: Kam, Wasserscheide, Grenze. Später haben einzelne teile des Gebirges gesonderte Namen bekommen, z. B. Srebarna planina, Matornie gori, Sigos und Im-Gebirge.

Der Name „Altes Gebirge“ erscheint erstmals 1533 in der Reisebeschreibung des dalmatinischen Reisenden Antun Vrantschitsch. Der Name Balkangebirge ist allerdings älter. Zu seiner Herkunft gibt es verschiedene Vermutungen, und obgleich das eigentlich kein offizieller Name war, hat er sich in den letzten paar Jahrhunderten doch durchgesetzt, hat sogar der Balkanhalbinsel ihren Namen gegeben.

Das Balkangebirge ist keineswegs „alt“, sondern hat sich eher erst spät „gefaltet“. Es besteht aus Granit, aber auch Karst, Gneis und Schiefer ist hier anzutreffen. Im Unterschied zum Rila- und Piringebirge war es in der Eiszeit nur sehr wenig zu Eis erstarrt, was an seinen Bildungen und nur einem einzigen Hochgebirgssee zu erkennen ist. Doch ein Teil seines Reliefs ist typisch alpin. 

 
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