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Bulgarien Gebirge > Balkangebirge > Trojan Kloster

Trojan Kloster

Außer durch seine Naturschönheiten sticht das Balkangebirge auch noch durch seine über die Jahrhunderte erhalten gebliebenen kulturhistorischen Denkmäler hervor. Dazu gehören vor allem die in seinem Schoße verborgenen zahlreichen Klöster. In den schweren Zeiten der Fremdherrschaft haben die Bulgaren einfach versteckte Plätzchen gesucht, um dort ihre christlichen Heiligtümer zu schaffen und das Nationalbewusstsein wach zu halten. In Bulgarien hat kein anderes Gebirge so vielen Kirchen ein Domizil geboten und sein Volk so tatkräftig unterstützt in dessen Kampf ums körperliche und geistige Überleben. Ein kleiner Teil dieses geistigen Reichtums sind die Klöster bei Tschiprovzi und Klissura, das Kloster Sedemte prestola, die Klöster bei Tscherepisch, Sopot, Kalofer, Gloshden und Schipka, Sokolski-Kloster und die Klöster  bei Djanovo, Kilifarevo, Kapinovo und noch viele, viele mehr.

Das Trojan-Kloster liegt in den Nordhängen des mittleren Balkangebirges am linken Ufer des Tscherni Osam, 10 km südöstlich des kleinen Städtchens Trojan, zwischen den Dörfern Oreschak und Tscherni Osam. Von der Stadt aus führen auch markierte Wanderwege bis zum Kloster (ca. 4 Stunden).

Das Trojan-Kloster ist das drittgrößte Kloster in Bulgarien. Entstanden ist es Ende des 15. Jh., doch die ersten schriftlichen Zeugnisse stammen erst aus dem 17. Jh. Hauptsächlich die Klosterkirche weckt das Interesse. Sie wurde 1835 von Meister Konstantin aus Peschtera erbaut. Ihre Wandmalereien sind ein Werk des großen bulgarischen Ikonenmalers Sachari Sograf (1849). Von großem künstlerischem Wert ist der holzgeschnitzte Ikonostas, das Werk eines hiesigen Holzschnitzers (1839). Bezaubernd ist auch die Holzschnitzerei der Nikolakapelle, ausgeführt 1794 vom Mönch Kiprijan. Darüber hinaus ist das Kloster durch seine wundertätige Gottesmutter-Ikone bekannt geworden. Hier ist auch eine bekannte Gelehrtenschule gewesen, daher noch heute eine umfangreiche und wertvolle Bibliothek. Während des nationalen Befreiungskampfes war das Trojan-Kloster ein regelrechtes Revolutionsnest. Alle Mönche waren im Revolutionskomitee unter der Führung des damals bekannten Pater Makarij. Häufig war hier auch der große Freiheitskämpfer Vasil Levski zu Gast. Einer seiner größten Vertrauten war sein Kurier, der Mönch und spätere Abt dieses Klosters, Pater David aus Vratza (Stefanovo). Der Raum, der damals als Versteck gedient hat, ist heute Museum.

Besuche im Kloster sind täglich von 7.30 bis 19.30 Uhr (im Winter bis 18.00 Uhr) möglich. Alle regulären Busse, die zwischen Trojan und Tscherni Osam verkehren, halten am Kloster, in dessen Nähe ein kleines „Einkaufszentrum“ für Touristen mit Restaurant und Cafés entstanden ist.

Übernachten kann man im Kloster selbst in 2 Appartements und 10 Doppelzimmern mit Dusche und WC. Niedrige Preise. Hier herrschen romantische Atmosphäre, Stille und Ruhe. Andere Übernachtungsmöglichkeiten sind im nahen (2 –3 km) Dorf Tscherni Osam in der Familienpension Scherpa. Sie ist im Sommer in Betreib und bietet 5 Doppelzimmer und ein Gemeinschaftsbad und WC. Gemütlich ist es im Hof mit Kamin unter einer Rebenlaube. Das Familienhotel Spomen hat 11 Betten in 5 Zimmern mit jeweils eigenem Bad und im Winter Zentralheizung. Die Snackbar hat 20 Plätze.

Im Nachbardorf Oreschak (1 km vom Kloster entfernt) kommt im Familienhotel Sheraviza unter. Es hat 12 Betten in 2- und 3-Bettzimmern mit jeweils eigenem Bad. Für Essen ist in der Snackbar gesorgt.

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