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Nord Bulgarien > Nikopol > Geschichte

Nikopol Geschichte

So klein Nikopol auch heute ist, hat es doch eine lange und ereignisreiche Vergangenheit. Auf seinem Platz standen in der Antike die Siedlungen Sekuristka (Reste sind zwischen Nikopol und Tscherkoviza zu sehen) und Nicopolis (Stadt der Siege). Es wird vermutet, dass der byzantische Imperator Heraklios ihr diesen Namen anlässlich  seines Sieges über die Perser im Jahre 639 gab. Die römisch-byzantinische Festung Turisa am gegenüberliegenden Donauufer wurde mit Nikopol nach dem 7. Jh. von den Bulgaren erweitert. Daraufhin erhielt Turisa die Namen Malak Nikopol und Holavnik (heute die rumänische Stadt Turnu Magurele). Nikopol war die letzte Festung vom Tarnovoer Reich, verteidigt von Zar Schischman, der in der ungleichen Schlacht gegen die türkischen Eroberer fiel. Unter dem Namen Kürtschuk  Stambul (Kleines Zarigrad) behielt Nikopol seine Bedeutung als Hafenstadt und wichtiges Verteidigungs-, Verwaltungs- und Handelszentrum an der Donau und war im Verlaufe vieler Jahrhunderte eine wichtige Festung. Hier fanden die Schlachten zwischen dem polnischen König Wladislav Varnentschik und dem ungarischen König Siegismund gegen die Türken statt. Im 18. Jh. war Nikopol die größte Stadt mit Festung an der unteren Donau. Der Reisende Evlija Tschelebi berichtete über 16 Brunnen und zwei Festungen (Tuna und Petsch kale) in der Stadt, Kasernen für 20 000 Soldaten. Die Stadt hatte ein orientalisches Aussehen. Ab 1860 wickelte Österreich seine Schifffahrt teilweise über Nikopol ab.

Nach der Befreiung entwickelte sich Nikopol dank der Naturschönheit und der historischen Vergangenheit zu einem touristischen Anziehungspunkt.

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