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Nord Bulgarien > Pavlikeni > Umgebung

Pavlikeni Umgebung

Nordwestlich der Stadt hat man in der Gegend Varbovski livadi ein Keramik-Zentrum aus dem 2./3. Jh. entdeckt mit einer großen Anzahl von Töpferwerkstätten und Brennöfen zur Herstellung von Keramik für den Hausgebrauch, für den Bau oder einfach als Kunstgegenstand. Ganz in der Nähe wurde auch das Haus eines thrakischen Grundbesitzers mit vielen landwirtschaftlichen Geräten gefunden.

Das Dorf Gorna Studena liegt 24 km  nördlich der Stadt, an der Hauptverkehrsstraße Pleven-Russe. Hier ist in einem Haus ein Militärmuseum eingerichtet, in welchem sich während des Russisch-türkischen Befreiungskrieges eine gewisse Zeit das Hauptquartier des russischen Zaren Alexandar II befand. Im nördlichen Teil des Dorfes liegt ein alter russischer Friedhof.

4 km südlich von Pavlikeni ist die kleine Stadt Bjala Tscherkva. Hier wurde einer der Helden des Aprilaufstandes, der Lehrer Batscho Kiro, geboren, der 1869 die erste Lesestube in einem Dorf Bulgariens (Selska Ljubov) einrichtete und 1876 im Mai 101 Mitbewohner seines Dorfes in den Aufstand führte. Die ganze Freischar, mehr als 200 Leute unter der Führung von dem Popen Chariton, von Peter Parmakov, Christo Karaminkov und Batscho Kiro wurde im Drjanovo-Kloster nach einer zehntägigen Belagerung geschlagen. Der Lehrer, Aufklärer, Revolutionär, Poet und reisende Schriftsteller Batscho Kiro wurde am 28. Mai 1876 in Tarnovo durch den Strang hingerichtet. In der Stadt sind Denkmäler  den im Aprilaufstand Gefallenen gewidmet,   dem Batscho Kiro und auch Zanko Zerkovski, ebenfalls hier geboren. Aus dieser Stadt stammt der bekannte bulgarische  Professor für Geschichte Alexandar Burmov. Neben der alten weißen Dimiter-Kirche (Sveti Dimitar), in die Säulen aus dem antiken Nicopolis ad Istrum eingebaut sind, wurde 1929 ein Glockenturm zum Gedenken an die russischen Befreier errichtet. Zu besichtigen sind auch das Stadtmuseum und das Haus von Zanko Zerkovski.

Nur 4 km südwestlich von Bjala Tscherkva war das Johannes-Kloster (Sveti Ioan). Es wurde im Tarnovoer Aufstand (1598), an dem zahlreiche Einheimische aktiv teilnahmen, von den Türken zerstört. Die Stadt ist mit dem Bus von Pavlikeni, Veliko Tarnovo und Sevlievo zu erreichen.

Suchindol, ein großes Weinanbaugebiet mit Kelterei, liegt 14 km südwestlich von Pavlikeni. Der bekannte ungarische Reisende, Wissenschaftler und Maler Felix Kanitz hat den Ort 1872 besucht.

Seit 1897 beschäftigten sich die Einwohner mit Weinanbau, indem sie Reben aus Frankreich einführten. Am Vorabend der Befreiung und auch danach war Suchindol für seine Zeit ein kultureller Mittelpunkt. Die Lesestube wurde 1870 eröffnet, 1895 der Uhrturm errichtet, es wurden auch Zeitungen gedruckt und herausgegeben.

1908 gründete man die erste Genossenschaft der Weinbauern mit Namen Gamza. Auch heute noch findet dieser Rotwein aus Suchindol auf dem internationalen Markt guten Anklang. In der Stadt sind ein Museum und eine Kunstgalerie, in der das Bild Das Mädchen aus Suchindol von Felix Kanitz hängt, das er 1872 gemalt hat. Regelmäßiger Busverkehr zwischen Pavlikeni und Suchindol.

Rund 16-17 km südwestlich von Pavlikeni, nicht weit vom Dorf Emen (am Fluss Negovanka) sind die Schlucht von Emen und der Wasserfall Momin Skok, ganz besondere Naturschönheiten. Linienbusse fahren ins Dorf.

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