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Sevlievo Geschichte
Im 15. Jh. ist der Ort als Holzarbeiterdorf entstanden, aber es wird angenommen, dass es hier bereits im 10.-12. Jh. eine Siedlung gab. Urkundlich wurde der Ort erstmals1618 als Selvi erwähnt, worauf der heutige Name zurückführt (verbunden mit dem Pflanzenwuchs in dieser Gegend). 1798 wurde es von Kirdshali (entlaufene türkische Soldaten, die raubend und brandschatzend durchs Land zogen), völlig vernichtet. Seine Einwohner bauten es verhältnismäßig schnell wieder auf, es wurde regionales Zentrum mit gut entwickeltem Handwerk - Holzbearbeitung, Kürschnerei und Weberei sicherten den Lebensunterhalt. Es gab auch einen Viehmarkt, doch bekannter wurde der Ort durch seine Seidenraupenzucht und Seidenherstellung. Die Nachfrage an diesen Artikeln aus Sevlievo war auf den Märkten in Österreich, Frankreich und Rumänien sehr groß. Die Pest forderte 1838 unter den Einwohnern viele Opfer.
Kulturell entwickelte sich die Stadt besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jh. So wurde 1870 von Dr. Stoitscho Sografski die Lesestube eingerichtet, es wurden Schulen, Kirchen, schöne Bürgerhäuser und Brücken gebaut, der Uhrturm stammt aus dem Jahre 1777. Als Lehrer arbeiteten hier Petko R. Slavejkov und Martin Sofroniev. Hadshi Angel Ivanov übersetzte den Text der Kirchenlieder aus dem Slavobulgarischen, der Geistliche Pentscho Nestorov übertrug das Evangelium ins Bulgarische. Nach der Befreiung setzte ein relativer Stillstand im Handwerk ein, der aber bald überwunden wurde.
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