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Nordost Bulgarien > Provadija > Geschichte

Provadija Geschichte

Im 5. Jh. entstand hier eine byzantinische Festung mit Namen Provaton

(Provat), was im Griechischen ‘ Schafe’ bedeutet. Die mittelalterliche bulgarische Festungsstadt am gleichen Platz hieß Ovetsch. Ruinen dieser Festungen liegen oberhalb der Stadt in Taschchisar. Zu verschiedenen Zeiten trug die Stadt auch die Namen Burfanto und Ovetschgrad.

Im 13./14. Jh. blühten Handel und Gewerbe auf. Kaufleute aus Dubrovnik und Armenien boten hier ihre Waren an. Ovetsch wurde zu einem wichtigen Erzbischofsitz, ähnlich wie Tarnovo, Preslav, Tscherven, Drastar, Sredez. Es wurde auch Parvada und Pravad genannt. Der heutige Name liegt dem Klang nach der griechischen Bezeichnung der Siedlung am nächsten. Jahrzehntelang wurden hier die so genannten ‘singenden Karren’ gefertigt (über 3000 Stück jährlich), denen Jordan Jovkov in seinen Erzählungen ein Denkmal gesetzt hat. 1844 wurde die Nikola-Kirche (Sveti Nikola) errichtet, 1849 die weltliche Schule eröffnet, in der Raiko Blaskov als Lehrer tätig war.

Einen Aufschwung erlebte die Stadt nach der Befreiung. Heute liegt Provadija an der Industrieachse Varna-Devnja-Provadija. 6 km südöstlich der Stadt liegt bei Mirovo das größte bulgarische Steinsalzvorkommen, aus dem Kochsalz hergestellt wird. Die Stadt wurde in der Vergangenheit von vielen reisenden Schriftstellern besucht, die da schrieben: Es gibt keinen schöneren Platz als diesen! Ein außergewöhnlicher Ort! Eine Stadt mit wunderbarer Ansicht! Eine unvergleichliche Stadt!

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