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Nordost Bulgarien > Schumen > Umgebung

Schumen Umgebung

Der Park Kjoschkovete schließt sich in westlicher Richtung an die Stadt an, er ist Teil des Naturparks Schumensko Plateau. Alte Buchenwälder, schöne Alleen und Wanderwege laden zu Erholung ein. Die Berghütte Bukazite (5 km von Schumen, 1,5 km vom Dorf Troiza, 3 km vom Dorf Osmar; Busverbindungen) verfügt über 20 Betten. In der Nähe sind mittelalterliche Felsenklöster zu besichtigen. In Kjoschkovete liegen die Ruinen der Festung Schumen (2 km westlich der Stadt), eine archäologische Wunderwelt, (s. Geschichte). Regelmäßiger Busverkehr.

15 km östlich von Schumen erstreckt sich  das architekturhistorische Denkmal Madara, was etliche wertvolle Objekte umfasst. Das riesige Felsrelief Reiter von Madara (Madarski Konnik), zeigt einen Reiter, der in der Rechten die Zügel, in der Linken einen Stab hält, sein Pferd. Flankiert werden sie von einem vom Speer durchbohrten Löwen und einem laufenden Hund. Eine Schlange windet sich unter dem Löwen. Bisher wurde angenommen, es handele sich hier um die symbolische Darstellung des Siegeszuges der Herrscher im frühen Donau-Bulgarien. Neuere Forschungen stützen sich auf persisches (östlich indoeuropäisches) Erbe. Der Reiter entspricht sinngemäß der Sonne, der Hund - dem Mond, der Löwe entspricht dem Gestirn Löwe mit dem Hauptstern  Regul. Eine Computeranalyse hat ergeben, das diese Stellung der Planeten zueinander, wie sie auf dem Relief dargestellt ist, in das Jahr 165 n. Chr. fällt, dem  Jahr der Schlange. Das Namensverzeichnis der bulgarischen Khane weist nach, dass diese Jahreszahl mit dem Beginn der bulgarischen Staatenbildung innerhalb Europas zusammenfällt. Daraus ergeben sich die Schlußfolgerungen, dass die Bulgaren Träger der  indoeuropäischen Kultur und hochzivilisierter Traditionen in Bezug auf Staatsgründungen sind.  Dieses Felsenrelief wurde in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. In der Nähe sind unterhalb der Felsen weitere Ruinen von Gebäuden verschiedener Epochen freigelegt worden. Es handelt sich dabei um Paläste, altbulgarische heidnische Kultstätten aus dem 9. Jh., Kirchen  und Klösteranlagen vom 11.-14. Jh. 386 Steinstufen führen hinauf zum Madara-Plateau und zur Festung von Madara, den Ruinen der bulgarischen Festung Matora, die bis 1386 bestand. Südwestlich unterhalb des Plateaus liegen die Überreste einer alten römischen Villa mit Wirtschaftsgebäuden. Nicht zufällig ist die ganze Festungsanlage auch unter dem Beinamen ‘ Bulgarisches Troja’ bekannt. Ein Feriendorf ist in unmittelbarer Nähe entstanden, ein Museum mit reichen archäologischen Sammlungen, ein Hotel, ein Campingplatz. Die Berghütte Madarski Konnik ( Tel. 261 über das Dorf Madara ) verfügt über 80 Plätze in Zimmern verschiedener Größe. In einer Entfernung von 1,5 km besteht in Madara  an der Strecke Sofia-Varna Zug- und Busverbindung mit Schumen. 8 km südwestlich von Schumen liegt das Dorf Osmar, bekannt wegen seines Rotweins Osmarski Pelin (Wermutwein). Regelmäßige Busverbindungen.

Das Gestüt Kabijuk liegt einige Kilometer nördlich der Stadt in einem schönen Park. Es hat eine eigene Rennbahn und Manege (70 zu 24 m). Ein Pferdemuseum ist hier eingerichtet. Hier stehen die Sommerresidenz von König Alexander Battenberg (heute Museum) und eine kleine Kapelle mit wertvollen Ikonen. Die Gegend ist für Anhänger des Reitsports aber auch zur Erholung besonders reizvoll. Regelmäßige Busverbindungen.

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