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Nordwest Bulgarien > Belogradtschik > Umgebung

Belogradtschik Umgebung

Die Felsen von Belogradtschik (aus rotem Sandstein) gehören zu den Besonderheiten Bulgariens. Felsformationen wie aus einem Märchen umgeben die Stadt von Westen, Süden und Südosten. Kommt man aus Richtung Sofia, sieht man zuerst die Felsengruppe Falkovo-Borovez mit den Felsen Momina Skala, Ptschelen Kamak, Torlaka, Borowischki Kamak. Östlich der Stadt erhebt sich die Lipenischka-Gruppe mit dem interessanten Dinosaurier und dem Latinskoto Kale (ein strategischer Punkt, der von einer Festungsmauer umgeben ist). Sehenswert sind auch die Lipeniker-Höhle, in der verkohltes Korn und Gefäße von vor 2000 Jahren gefunden worden sind, und die über 1200 Jahre alte Isvorski-Buche. Aus der Sbegovska-Gruppe, westlich der Stadt, stechen die Felsen Blisnazite (die Zwillinge) besonders hervor, die Felsen Goljam und Malak Sbeg in der Gegend Magasa, die zu den Grundmauern der alten Festung gehörten, der einsame Obelisk Boritsch und die Belogradtschiker Steinbrücke. Die zentrale Felsgruppe erhebt sich unmittelbar oberhalb der Stadt. Hierzu gehören die einige hundert Meter hohen und frei stehenden Felsen Adam und Eva, die zärtliche Madonna, der Reiter, die Schülerin, der Bär, der Derwisch, der eindrucksvolle Borov Kamak, die Mönche, die fantastische Festung mit den alten Festungsmauern, über die sich der wunderschöne Felsen Feeria erhebt.

Der französische Reiseautor Garmont Blanki schrieb 1841 über die Felsen von Belogradtschik:“ Weder die berühmten schmalen Gebirgspässe in der Provence, weder die Talenge Pancarpo in Spanien, noch die Alpen oder die Pyrenäen oder die schönste Tiroler Landschaft  können sich mit dem vergleichen, was ich hier in Bulgarien bei Belogradtschik gesehen habe.“ Felix Kanitz ergänzt diese Gedanken:“ Es wurde wohl kaum jemals eine romantischere Festung erbaut als diese in Belogradtschik.“  Das besondere Merkmal der Festung von Belogradtschik ist das Einschließen von schwer zugänglichen und daher uneinnehmbaren Felsen in das Befestigungssystem. Drei Bauperioden - römisch und byzantinisch (1.-5. Jh.), byzantinisch und bulgarisch (8.-9. Jh.) und türkisch (1805-1837) lassen sich deutlich unterscheiden. Das heutige Aussehen der Festung ist überwiegend von der letzten Periode geprägt. Die Anlage nimmt eine Gesamtfläche von 10 200 m2 ein. Von den 5 Toren haben vier die Funktion von Haupttoren. Die Magura (Rabischka-Höhle) liegt beim Dorf Rabischa, 16 km westlich von Dimovo, 50 km südwestlich von Vidin und 34 km nordwestlich von Belogradtschik. Sie ist über Millionen von Jahren im Berg Magura entstanden (463 m hoch). In verschiedenen Sälen reihen sich bizarre Formationen aneinander, so der Triumphsaal, die Tenne (Charmana), das Stalaktitengewölbe, die tönernen Pyramiden, die umgestürzte Kiefer, die Pappel, der versteinerte Fluss, die Fjorde. Die Wandmalereien bezeugen eine Besiedlung der Höhle in prähistorischer Zeit. Sie sind mit den Kotablagerungen der Fledermäuse gemalt und stellen Werke der späten prähistorischen Kunst dar. Sie stammen vom Anfang der Bronzezeit und sind in keiner anderen Höhle der Balkanhalbinsel zu finden. In dieser Höhle fand der Woiwode Manusch Unterschlupf. Die Höhle ist elektrifiziert, die Länge der Galerien beträgt 2500 m. In der Nähe entstand ein Hotel mit Restaurant. Regelmäßige Busverbindung nach Belogradtschik und Dimovo. 

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