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Nordwest Bulgarien > Berkoviza > Umgebung

Berkoviza Umgebung

Die Nordhänge des Berkovizer Balkangebirges sind weithin mit Kastanienwäldern bewachsen, einer der wenigen Plätze in Bulgarien, wo Esskastanien gedeihen (der andere Ort heißt Belassiza, er liegt oberhalb von Petritsch). Die Stadt ist Ausgangspunkt für Wanderungen auf markierten Routen durch das Gebirge (s.Balkangebirge). Der bewaldete Berg Kaleto (515 m) erhebt sich nordwestlich der Stadt. Der Naturwald schützt Berkoviza vor den rauhen Winden. Hier liegen die Ruinen einer römischen und mittelalterlichen bulgarischen Festung mit drei Befestigungsringen, die terrassenförmig gelagert waren. Interessant sind ebenfalls die beiden spätantiken christlichen Kirchen aus dem 3.-5. Jh. Die Gegend Aschiklar (Tal der verliebten Sänger) breitet sich südlich der Stadt aus und reicht bis an die Kastanienwälder heran, ein schöner Platz zum Erholen inmitten der Natur. Das Heilbad Varschez (18 km südöstlich der Stadt) ist das größte seiner Art in Nordwestbulgarien von nationaler Bedeutung. Sehr malerisch in einem kleinen Talkessel gelegen ist es von Süden und Osten her vom Gebirge umgeben. Seit 1860 suchen Kranke in den Thermalbädern Linderung. Das Wasser hat eine Temperatur von 32.6 und 36.40C und heilt vor allem Rheumatismus, Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Magen- und Darmkrankheiten. Hier wurden Sanatorien gebaut, Ferienheime und Privathäuser. Unterkunft bietet das Hotel Marius (Boul. Republika 126, Tel. 09527 2109, Tel./Fax 09527 3034). Es werden auch Privatzimmer im Ort angeboten. Varschez ist Ausgangspunkt für Wanderungen auf markierten Wegen ins Balkangebirge: zur Berghütte Bjalata Voda (1.30 St. zu Fuß, 7 km Landstraße), zur Herberge Parscheviza (rund 8 St. zu Fuß), zur Herberge Proboiniza (4.50-5 St. Fußmarsch). Regelmäßige Busverbindung zwischen Varschez und Berkoviza.

Das Kiryll-und Method-Kloster (10 km südöstlich von Berkoviza, 12 km westlich von Varschez) wurde 1240 gegründet. Während der türkischen Fremdherrschaft brannte es mehrmals aus, wurde aber wieder aufgebaut. Es stellte immer eine feste Burg bulgarischer Kultur und Tradition in dieser Region dar. Der Bau beeindruckt durch die schönen Wandmalereien an der Außenfront, die Holzschnitzereien im Inneren und die wunderschöne Ikonostase, ein Werk von Stoitscho Fandakov aus Samokov. Die Ikonen wurden vom bekannten Ikonenmaler Nikola Obrasopissov geschaffen. Im Kloster kann übernachtet werden. Hinter dem Kloster beginnt der markierte Wanderweg zum Berg Todorini Kukli (2.30-3 St. zu Fuß) über den Gebirgskamm, hier trifft man auf die längste Wanderroute Bulgariens Kom-Emine. Busverbindung bis zum Kloster gibt es nicht, die Busse von Berkoviza nach Varschetz halten an der Abzweigung, dann sind es noch 3 km zu Fuß. Über das Dorf Spantschevzi erreicht man das Kloster von Varschez aus in 1-1.30 St.

Ein kleines Heilbad von lokaler Bedeutung liegt im Dorf Barsija. Hier halten alle Busse, die über den Petrochaner-Pass fahren.

Der Petrochaner-Pass (1444 m ü. M., 25 km südlich von Berkoviza) liegt auf dem Kamm des Balkangebirges und bildet die Grenze zwischen dem Berkovizer-Balkan im Westen und den Gebirgen Kosniza und Ponor im Osten. Hier verläuft die Fernverkehrsstraße von Sofia nach Berkoviza, Varschez, Montana, Lom und Vidin. Seinen Namen hat der Pass von einem Gasthaus (Chan), was lange Jahre die Reisenden beherbergte. Heute stehen hier ein Motel mit Restaurant, eine Tankstelle, die Touristenherberge Petrochanski Prochod. Die Herberge Petrochan liegt östlich davon und ist in 30 Min. zu Fuß zu erreichen. Ausgangspunkt zu Wanderungen auf dem Kamm des Balkangebirges. In westliche Richtung sind zu erreichen: der Gipfel Kom (2016 m, ungefähr 3 St.), die Berghütte Kom (3 St.), Berkoviza (ungefähr 6 St.). In östliche Richtung: außer der schon erwähnten Herberge Petrochan sind es zum Gipfel Todorini Kukli 2.30 St., zur Berghütte Proboiniza (5-6 St.), zum Bahnhof Lakatnik (7-8 St.). Alle Busse, die über den Pass fahren, halten hier. Den Haiduschki-Wasserfall (9 km südwestlich der Stadt) kann man in 1.30-2 St. zu Fuß erreichen. Die Gegend ist besonders schön in dem Flusstal, wo das Wasser über zwei Wasserfälle tosend in die Tiefe braust.

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