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Nordwest Bulgarien > Botevgrad > Geschichte

Botevgrad Geschichte

Im Mittelalter stand in etwa 3 km Entfernung vom heutigen Botevgrad  die Stadt Selin. Während der Türkenherrschaft war es ein kleines Dorf mit Namen Samundshievo, bekannt wegen der guten Brotlaibe, die hier gebacken wurden. Im Jahre 1826 wurde in diesem Dörfchen in einem Privathaus die erste Schule gegründet und erst 20 Jahre später ein eigentliches Schulgebäude errichtet. Später wurden eine Kirche und ein Uhrturm gebaut. Nachdem  die Straße zwischen Rustschuk (Russe) und Sofia vom Etropoler Pass durch Arabakonak verlegt wurde, ernannte man auf Anordnung  von Midchad Pascha aus Rustschuk  das Dorf zur Stadt. Sie bekam den Namen Orchanie nach dem Sultan Orchan. Ihr kam die Aufgabe zu, den Benutzern der neuen Straße die Reise zu erleichtern und sicherer zu machen. Der Stadtplan weist eine schachbrettartige Form auf, die Häuser hatten geräumige Höfe.

Die Stadt vergrößerte sich rasch. Der ungarische Chronist Felix Kanitz besuchte sie 1871 und sprach von einer Kreisstadt mit 25 Dörfern, wobei die Architektur im Zentrum bemerkenswert sei. Im gleichen Jahr gründete Vassil Levski hier ein Revolutionskomitee und im folgenden Jahr wurde die Stadt Zentrum der revolutionären Bewegung innerhalb des Landes. Im Russisch-türkischen Befreiungskrieg fanden hier schwere Kämpfe statt, die Stadt wurde stark beschädigt. Bei ihrer Befreiung am 29.11. 1877 hatte die Stadt 2297 Einwohner.

Heute trägt sie auf Vorschlag des großen bulgarischen Wissenschaftlers Prof. Assen Slatarov den Namen des bulgarischen Poeten und Revolutionärs Christo Botev. Botevgrad ist Geburtstadt des Poeten Stamen Pantschev und des bekannten Sprachwissenschaftlers, Slawisten und Ethnografen  Prof. St. Romanski.

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