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Nordwest Bulgarien > Etropole > Geschichte

Etropole Geschichte

Auf diesem geschichtsträchtigen Boden stand eine thrakische und römische Siedlung, der Lebensunterhalt wurde mit Erzbergbau verdient. Anfang des 9. Jh. lag der Ort innerhalb der Grenzen des Ersten Bulgarischen Reiches. Während des 16. und 17. Jh. kam es durch den Bergbau zum wirtschaftlichen Aufschwung: Gewinnung  von Eisen, Silber und Gold  und Vergrößerung  der Handwerkerzünfte für Eisenbearbeitung, Messerherstellung, Goldschmiedearbeiten, Herstellung von Waffen und Geräten für die Landwirtschaft. Noch heute zeugen Familiennamen wie  Alemanite, Avramovi und Bochorovi davon, dass Bergleute  aus Sachsen, Serbien und Bosna hierher kamen. Im 17. Jh. wurden in Etropole  auch Münzen geprägt. Ein großes Erdbeben hat den Ort 1749 fast völlig zerstört, er wurde jedoch von seinen Einwohnern rasch wieder aufgebaut. 1791 wurde Etropole sechsmal von Kirdshali (entlaufene türkische Soldaten, die plündernd und brandschatzend durch das Land zogen) heimgesucht. In der Zeit der ‘Nationalen  Wiedergeburt’ (18./19. Jh.) nahm die Stadt innerhalb des allgemeinen kulturellen Ausschwungs einen festen Platz ein. Der jetzige Name der Stadt stammt vermutlich von der thrakischen Wurzel  etr  (Wasser) ab, pole bedeutet Feld, also - Wasserfeld.

Mit der alten Kirche errichtete man 1710 einen Stadtturm , der 1821 zum Uhrturm umgebaut wurde. Die Lesestube wurde 1871 eingerichtet. Hier entwickelte sich die bekannte ‘ Etropoler  Gelehrten- Schule’, wobei das Kloster von Etropole (5 km von der Stadt entfernt)  eine wesentliche Rolle spielte. 1870 hat Levski ein geheimes Revolutionskomitee gegründet, an dessen Spitze Todor Peev stand. Die Bewohner von Etropole  nahmen an der Legion von Rakovski teil, der Freischar von Hadshi Dimitar und Stefan Karadsha, von Panajot Hitov, Christo Makedonski und Christo Botev. Befreit wurde Etropole am 24.11.1877 von Gen. Gurko. Nach der Befreiung kam es zu einem Stillstand. Erst allmählich entwickelte sich die Stadt zum Touristik-Zentrum, indem man die schönen Naturgegebenheiten nutzte. 

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