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Nordwest Bulgarien > Lom > Geschichte

Lom Geschichte

Die Stadt wurde von den Thrakern gegründet, die ihr den Namen Artanes gaben. Später wurden die Festung und die Stadt von den Römern Almus genannt, woraus der heutige Name von Stadt und Fluss hervorgingen. Aus dem Mittelalter sind keine Überlieferungen bekannt, die auf eine bedeutende Siedlung hinweisen. Erst unter der Türkenherrschaft wuchs sie heran, stand jedoch immer im Schatten von Vidin, Nikopol und Silistra. Es wird angenommen, dass die türkische Siedlung um 1695 von Kara Mustafa und Murad  Bey gegründet wurde, die nach ihrer Niederlage bei Wien auf Flößen die Donau entlang kamen.

Der Name Lom Palanka wurde erstmals 1704  erwähnt und bedeutete ‘kleinere Ortschaft’ oder ‘Städtchen’. 1798 wurde Lom von Kirdshali (entlaufene plündernde türkische Soldaten), angegriffen. Die Bedeutung der Stadt wuchs mit der nach 1830 zunehmenden Schifffahrt auf der Donau. Die Verbindung mit Sofia über eine breite Straße  brachte die Entwicklung weiter voran, denn Lom wurde zum Hauptexporthafen für Wien (Österreich). Um 1869 gab es ungefähr 120 Geschäfte in der Stadt, 148 Handelsbüros, 175 kleine Gemischtwarenläden, 34 Kaffeehäuser, 6 Hotels und 2 Mühlen. Die Stadt konzentrierte sich um  die alte Festung, die man durch das Vidiner-, das Belogratschiker- oder das Sofioter-Tor  betreten konnte. Die Lomner Kaufleute fuhren mit ihren Waren zu allen größeren Märkten. Im Jahre 1880 zählte die Stadt 7500 Einwohner. Lom ist noch heute stolz auf seine aufklärerischen Traditionen. 1856 wurde hier eine der ersten Lesestuben eingerichtet, der erste Frauenbund gegründet (1858) , in Lom fanden auch die ersten bulgarischen Theateraufführungen statt. Hier lebte und arbeitete der Aufklärer Kristjo Pischhurka.

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