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Nordwest Bulgarien > Lukovit > Geschichte

Lukovit Geschichte

Es sind Spuren aus der thrakischen, der römischen, der byzantinischen und altbulgarischen Zeit nachgewiesen worden. In den thrakischen Grabhügeln ringsum wurden als Bestattungsbeigaben Ringe, Spangen, Ohrringe, Keramikgefäße und der bekannte Lukoviter Silberschatz aus dem 4. Jh. v. Chr. gefunden, der heute im Stadtmuseum in der Lesestube ausgestellt ist. Außerdem fand man  eine größere Anzahl römischer Münzen. Auf dem Berg Gradischteto  sind byzantinische Münzen aus dem 12. Jh. und der Zeit von Zar Alexander (1330-1371) gefunden worden. Unter dem Namen Gorni Lukovit wurde der Ort erstmals in einer Urkunde um 1479 erwähnt. Ende des 17. Jh. wurde er von türkischen Heeresteilen nach deren Niederlage bei Wien und Belgrad auf dem Rückzug zerstört und ein großer Teil der Einwohner  gezwungen, den mohammedanischen Glauben anzunehmen.

Einen großen Beitrag zur Erhaltung des ‘bulgarischen Volksgeistes’ hatte das nahe gelegene Kloster Karlukovski, wo Sophronius von Vraza lange Zeit lebte und wirkte. Die Woiwoden Angel und Valtschan stammten aus dieser Gegend, Vasssil Levski gründete hier  ein Revolutionskomitee. 1849 wurde die erste Schule eröffnet, auch ein Zeichen des echt aufklärerischen Geistes. Nach dem 18. Jh. war es das größte Dorf im Vorbalkan und bekannt wegen seiner 14 Wassermühlen entlang des Flusses  Panega. Der christliche Teil der Bevölkerung beschäftigte sich vorwiegend mit  Viehzucht, der mohammedanische mit Ackerbau. Nach der Befreiung von der türkischen Herrschaft bekam Lukovit seinen heutigen Namen und wurde zur Stadt ernannt. Einen Aufschwung erlebte die Stadt allerdings erst nach dem Bau der Eisenbahnlinie Tscherven Brjag-Slatna Panega.

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