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Nordwest Bulgarien > Tschiprovzi > Umgebung

Tschiprovzi Umgebung

6 km nordöstlich der Stadt liegt beim Dorf Shelesna das Kloster des Heiligen Ioan Rilski. Überlieferungen bestimmen das 10. Jh. als Entstehungszeit. Mit der Übernahme des Christentums und dem Schaffen von Kyrill und Method eng verbunden, war es über viele Jahrhunderte  Mittelpunkt der bulgarischen Aufklärung. Insgesamt wurde es während der türkischen Fremdherrschaft sechsmal zerstört und niedergebrannt, im dramatischen Jahr 1688 war es  den bulgarischen Aufständischen letzte Zufluchtsstätte.

Zum Kloster gehören mehrere Gebäude. Die Ioan Rilski-Kirche wurde 1829 erbaut.  Sie ist das älteste der Gebäude, hat wunderschöne Holzschnitzereien und eine reiche Ikonostase. Die Ikonen wurden vom Maler Christo Entschev aus Koprivtschiza geschaffen. Eine kleine Kapelle wurde nach der Befreiung dem Zar Osvoboditel (Befreier) gewidmet, wie eine  Inschrift unter den Wandmalereien erläutert. Die erste und zweite Etage des Turms entstanden nach der Befreiung, der Glockenturm erst Anfang des 20. Jh. Im Erdgeschoß sind die sterblichen Überreste der in den Befreiungskriegen Gefallenen beigesetzt, einschließlich die der Märtyrer des Aufstandes von 1688.

Die Ruinen des Guschovo-Kloster, aus dem 17. Jh. und kurz danach (1688) zerstört. Im

Kloster von Tschiprovzi bestehen Übernachtungsmöglichkeiten. Jedes Jahr finden hier am 6. September Gedenkfeierlichkeiten statt. Regelmäßige Busverbindung. Die Herberge Kopren (975 m ü. M., 20 km von der Stadt entfernt) bietet in einem Doppelzimmer und zwei größeren Schlafräumen 34 Betten. Kein Busverkehr. Tschiprovzi ist Ausgangspunkt für Wanderungen im Gebirge. Der Midshur (2168 m) ist die höchste Erhebung im Westteil des Balkangebirges. Die Gipfel Martinova Tschuka (2026), Golema Tschuka, Obov, Trite Tschuka und Kopren sind wegen mangelnder Markierung besser mit einem Bergführer zu besteigen. Das Lopuschan-Kloster Johannes der Täufer liegt ungefähr 20 km nordöstlich der Stadt. Es wurde von Ivan Vasov während seines Aufenthaltes in Tschiprovzi häufig besucht. Die Ikonen im Kloster sind das Werk von Stanislav und Nikola Dospevski aus Samokov. Regelmäßige Busverbindung nach Montana. Südöstlich von Tschiprovzi  liegen in der Gegend Kaleto die Ruinen einer alten römischen Festung. Zu den Sehenswürdigkeiten der Umgebung zählen auch der Wasserfall, die Gesteinsbildungen Kuklite u. a. m. 

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