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Schwarzmeerküste > Sosopol > Geschichte

Sosopol Geschichte

Die ersten Besiedlungen gehen auf thrakische Stämme zurück. Im 7. Jh. v. Chr. gründeten griechische Siedler hier eine Kolonie mit Namen Apollonia nach dem Gott der schönen Künste. Sie wuchs rasch heran, gehandelt wurde mit Honig, Bienenwachs, Getreide, Wein, Olivenöl und Oliven, Stoffen, Schmuck und Tongefäßen. Funde haben nachgewiesen, dass sich der Handel über die gesamte Schwarzmeerküste erstreckte. Im 3. Jh. v. Chr. machten hier die Argonauten Halt, angeführt von Jasons, Herakles und Orpheus.

Den Einwohnern von Apollonia wurde Reise- und Entdeckerlust nachgesagt, sie gründeten neue Kolonien, die sie Anchialo und Pirgos, Thermopolis und Aetos nannten. Die Stadt trat dem Seebund der Stadt-Staaten  bei, der von Perikles gegründet worden war. Zu Auseinandersetzungen kam es mit den dorischen Einwohnern Messambriens über wirtschaftliche und politische Fragen, es wurden sogar Kriege geführt. Zu dieser Zeit war hauptsächlich die Insel Kirik besiedelt. Apollonia suchte Schutz und Hilfe bei Philipp von Mazedonien gegen das Eindringen der Skythen und gehörte unter Alexander dem Großen  30 Jahre zum Territorium Mazedoniens. Trotzdem war es im Norden und Westen ständigen Angriffen nomadischer Stämme ausgesetzt. Im 1. Jh. v. Chr. fiel es in die Hände der Römer und wurde von den Heeren unter Marcus Lukullus beachtlich zerstört. Die Römer selbst bauten es wieder auf, errichteten neue Kirchen und bestellten beim Bildhauer Calamis eine 13 m hohe Apollo-Statue. Später wurde sie nach Rom gebracht als Beispiel der hohen Kunst in dieser römischen Provinz. Ein eigenes Münzwesen hatte Apollonia bereits seit dem 6. Jh. v. Chr.  Unter römischer Herrschaft verliefen die folgenden drei Jahrhunderte relativ ruhig, bis die Barbarenhorden eindrangen. Ab Mitte des 5. Jh. gehörte die Stadt zu Byzanz, unter Chan Krum zum Territorium des Bulgarischen Reiches. Die Zugehörigkeit zu Byzanz oder Bulgarien wechselte wie bei den anderen Städten am Meer in der folgenden Zeit sehr häufig. Im Mittelalter behielt sie das Statut als Verwaltungsstadt. Stark beschädigt wurde sie durch die Flotte von Genua. Amadeus von Savoyen nahm die Stadt später mit seinen Rittern ein und verkaufte sie an Byzanz. 1453 fiel sie nach langer Belagerung unter türkische Herrschaft. Alte Holzhäuser sind aus dieser Zeit noch in den kleinen Gassen der Altstadt zu finden. Als Sosopol befreit wurde, war es ein kleines Fischerdorf. In den Jahren der Industrialisierung wuchs die Stadt zum  Zentrum der Schwarzmeer-Fischerei heran, ihre Bedeutung als Seebad nahm dank der schönen Strände ebenfalls zu. Im Norden der Stadt liegt der so genannte ‘Zaren-Strand’, im Süden breitet sich der ‘Paradies-Strand’ aus, nicht weit entfernt liegt Kavazite. Der Strand Harmanite liegt südlich des neuen Stadtteils von Sosopol. 1993 stieß man bei Ausgrabungen auf eine antike Nekropole. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.

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