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Süd Bulgarien > Devin > Geschichte
Devin Geschichte
Bereits zur Zeit der Thraker gab es hier eine Siedlung mit Tempel. Sie hieß Diove und lag am linken Ufer des Flusses Vatscha in der heutigen Gegend Selischte. Die Slawen nannten den Ort Dövlen, was wahrscheinlich Talkessel oder Mulde bedeutete. Die Bewohner verließen das Dorf zwischen 1666-1671, als man den Bulgaren in den Rhodopen den mohammedanischen Glauben aufzwingen wollte. Ein Teil von ihnen gründete ein Gebirgsdorf. Im Zentrum der heutigen Stadt ist eine mittelalterliche Nekropole aus dem 13.-14. Jh. freigelegt worden. Die Bezeichnungen der umliegenden Orte und der Berge weisen nach, das hier schon seit ewigen Zeiten bulgarische Bevölkerung gelebt hat. Das älteste Schriftstück, in welchem der Name des Ortes erwähnt wird, ist ein Register der Viehzüchter aus dem Jahre 1576. Andere ältere Papiere fehlen, wahrscheinlich sind sie den Bränden von 1904 und 1912 zum Opfer gefallen. Dövlen war bis 1912 unter türkischer Herrschaft. Danach siedelten sich zahlreiche Bewohner der umliegenden Orte hier an und trugen zum wirtschaftlichen Aufschwung bei. Den Namen Devin erhielt der Ort erst 1934.
Gegenwart. Es gibt keine andere Stadt in Bulgarien und auf der Balkanhalbinsel mit so vielen Heilquellen. Gleichzeitig ist das Klima sehr angenehm, da die felsigen und grünen Hügel die Stadt vor der Kälte der Nordwinde schützen. Devin hat eine hohe Anzahl von Sonnentagen, keinen strengen Winter, einen angenehm kühlen Sommer und keinerlei industrielle Umweltverschmutzung. Die Stadt ist von hohen Nadelwäldern umgeben, in den Flüssen wird Forelle gefangen, Wildziegen leben im Gebirge (eine Seltenheit in den Rhodopen), die Menschen hier sind sehr gastfreundlich. Das alles hat zur Entwicklung des heute so bekannten Heilbades und Winterkurort Devin beigetragen, der besonders von Gästen aus den skandinavischen Ländern bevorzugt wird. Hier wurde ein Sanatorium eröffnet und an den Mineralquellen ein Strandbad angelegt.
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