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Süd Bulgarien > Kardshali > Geschichte

Kardshali Geschichte

Eine 6000jährige Siedlungsgeschichte ist nachgewiesen worden. Es wurden Spuren der prähistorischen, thrakischen, römischen, byzantinischen, mittelalterlich-bulgarischen und spät-osmanischen Kultur gefunden. Die ersten historischen Funde sind mit dem thrakischen Stamm der Koelaleten verbunden. Im 1. Jh. wurde er von den Römern unterworfen. Danach siedelte sich der  slavische Stamm Smoleni hier an. Im Mittelalter wechselte der Ort sehr oft seine Zugehörigkeit zu Byzanz oder Bulgarien.

Im Stadtviertel Vesseltschane wurde eine dreischiffige bulgarische Basilika aus dem 11./12. Jh. gefunden. Hier hat die mittelalterliche bulgarische Stadt Manjak gestanden mit ähnlichen Bauten wie in Preslav, Messambria und Tarnovo. Im 14. Jh. wurde sie von den Türken erobert, 1379 siedelten sich hier Kolonisten aus Kleinasien an. Mitte des 17. Jh. herrschte in der Stadt Kardshi Ali, der einen hohen Posten beim Militär inne hatte. Das lässt einen Zusammenhang zwischen ihm und dem heutigen Namen der Stadt zu. Im 18. Jh. wurde die Stadt von Kirdshali heimgesucht (entlaufene türkische Soldaten Ende des 18. Jh., die raubend und brandschatzend durch das Land zogen), die nicht nur einen bulgarischen Ort plünderten und niederbrannten. Die Don-Kosaken unter General Tschernosubov, der nach dem Berliner Vertrag in Ostrumelien verblieb, befreiten Kardshali im Januar 1878. Als Kompensation für die Vereinigung des Fürstentums Bulgarien mit Ostrumelien wurde Kardshali 1885 an die Türkei abgetreten. Erst am 8. Oktober 1912 konnte es durch das Regiment von Oberst Delov erneut befreit werden. Nach und nach wurde Kardshali zum so genannten ‘Tabaklager der Ostrhodopen’, erst später entwickelte sich die Stadt zum Zentrum der Buntmetallindustrie.

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