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Süd Bulgarien > Koprivschtiza > Sehenswürdigkeiten
Koprivschtiza Sehenswürdigkeiten
Koprivschtiza ist als gesamtes Baudenkmal erhalten geblieben und deshalb besonders wertvoll und sehenswert. Die Häuser aus dem 18./19. Jh. mit ihren farbenfrohen und schmucken Höfen, die von hohen Mauern umgeben sind, die engen verwinkelten, mit Kopfsteinen gepflasterten Gassen und Plätze, die schönen Brunnen, die gewölbten Steinbrücken über die Gebirgsbäche machen die Vergangenheit lebendig. Der Duft von Geranien, Buchsbaum, Pfingstrosen und Pelargonien umgibt den Besucher und macht das kleine Städtchen noch anziehender. In einem Teil der sehenswerten Gebäude sind heute Museen eingerichtet. Das Oslekov-Haus wurde zum ethnografischen Museum umgestaltet. Es gehörte Mitte des 19. Jh. einem wohlhabenden Kaufmann aus Koprivschtiza, was die holzgeschnitzten Decken in den Zimmern und die reichen Wandmalereien, die exotischen Mosaike und viele dekorative Gegenstände durchaus verdeutlichen. Im Geburtshaus von Georgi-Benkovski, dem Anführer des Aprilaufstandes, sind eine hölzerne Kanone, die Fahne der Freischar von Chvarkov (von Fürstin Raina Popgeorgieva genäht), und die Waffe des Woiwoden ausgestellt. Im Ljuben-Karavelov-Haus macht eine Ausstellung den Besucher mit Leben und Werk des großen Publizisten und Revolutionärs aus Koprivschtiza bekannt. Im Todor-Kableschkov-Haus wird über das Wirken des 23jährigen jungen Mannes berichtet, der den Aufstand in der Stadt organisierte. Er ist der Autor des berühmten Briefes, der mit Blut geschrieben wurde. Darin wurde dem Revolutionsstab in Panagjurischte der Beginn des Aufstandes in Koprivschtiza mitgeteilt. Das Ljutov-Haus beherbergt eine Ausstellung zum Thema „Die Schatzkammer der bulgarischen Baukunst“.
Wie in den anderen Museen sind auch im Dimtscho-Debeljanov-Haus die Räume so gestaltet, dass der Besucher das Ambiente der damaligen Zeit nachempfinden kann. Eine Ausstellung verdeutlicht Leben und Werk dieses großen bulgarischen Lyrikers.
Andere sehenswerte Häuser sind die von Gentscho Stoikov, Naiden Gerov, Desjov, Garkov, Mlatschkov, Jotov, Madsharov, Doganov, Pavlikjanov, Vakarelov. Die ältesten Häuser im Ort sind über 300 Jahre alt. Eine besonders schöne Architektur hat die Mariae-Himmelfahrtskirche (Uspenie Bogoroditschno) von 1817. Die Ikonostase wurde 1821 vollendet, die Ikonen sind das Werk von Sachari Stojanov (1837-1838) und Ioan Samokovli. Einen Besuch lohnt auch die Nikola-Kirche (Sv. Nikola), die zwischen 1842/44 errichtet wurde.
Viele Denkmäler in der Stadt erinnern an die Vergangenheit. Auf dem Platz in der Stadtmitte steht das Mausoleum - 20. April, das den im Aprilaufstand Gefallenen gewidmet ist. Das Denkmal des ersten Schusses neben der kleinen steinernen Brücke zeigt an, wo Georgi Tichanek den ersten Schuss im Aprilaufstand abgegeben hat. Auch Todor Kableschkov ist ein Denkmal gewidmet, ebenso Georgi Benkovski in einem Memorialkomplex. Der Bildhauer Prof. Ivan Lasarov hat eines der eindrucksvollsten Denkmäler geschaffen, es ist auf dem Grab von Dimtscho Debeljanov aufgestellt. Dargestellt ist eine Muttergestalt, die sehnsüchtig auf die Rückkehr ihres Sohnes wartet.
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