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Süd Bulgarien > Stara Sagora > Geschichte

Stara Sagora Geschichte

Auf Grund ihrer zentralen Lage blickt die Stadt auf eine reiche und interessante Vergangenheit zurück. Im 6. Jh. v. Chr. erbauten die Thraker hier eine Siedlung und gaben ihr den Namen Beroe. Die Römer gründeten im 2. Jh. die Stadt Augusta Trajana (nach dem Namen des römischen Kaisers Trajan), die bald danach zu den größten und bekanntesten Städten im Römischen Thrakien zählte. Anfang des 6. Jh. wurde die Stadt zerstört, später siedelten sich hier slavische Stämme an und nannten den Ort Verea. Für kurze Zeit fiel die Stadt im 8. Jh. unter byzantinische Herrschaft, wurde wieder aufgebaut und trug den Namen Irinopolis (nach der byzantinischen Königin Irina). Als Boruj wurde sie im 9. Jh. Verwaltungszentrum eines größeren Gebietes, vom 12.-14. Jh. Zentrum der Region Sagora, woraus sich der spätere Name der Stadt gebildet hat. Später nannten die Türken sie Eksi Chisar (alte Festung), ab 1488 war sie als Eksi Saara (fruchtbares Gebiet) bekannt.

Im 19. Jh. erlebte die Stadt einen erstaunlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Die überwiegend bulgarische Bevölkerung nahm an der aufklärerischen Bewegung und an den nationalen Befreiungskämpfen aktiv teil. Ab 1859 unterrichteten in der Schule mit fünf Klassen Lehrer wie Neophrit Rilski, Ivan Bogorov und P. R. Slavejkov. Hier lernten Vassil Levski und Raina Popgeorgieva. Schon 1876 wurde in der Stadt unter Leitung von Stefan Stambolov und Georgi Ikonomov ein Revolutionskomitee gegründet, dem Koljo Gantschev, Georgi Apostolov, die Brüder Shekov angehörten. Der Plan eines Aufstandes scheiterte am Verrat. Im Russisch-türkischen Befreiungskrieg wurde Stara Sagora zum dritten Mal in seiner Geschichte niedergebrannt. Nach der Befreiung beauftragte man den tschechischen Baumeister Lubor Baier, die Stadt systematisch wieder aufzubauen. Ein völlig gerades  Straßennetz gehört heute zur Visitenkarte der Stadt. Die geometrische Art des Stadtbaus wurde auch bei der Stadterweiterung eingehalten, was sie in Bulgarien einzigartig macht.

Stara Sagora wird auch die Stadt der Linden und Poeten genannt. Hier wurden die Lyriker Kirill Christov, Nikolai Liliev, Vesselin Hantschev, die Sängerin Christina Morfova, die Maler Anton und Georgi Mitovi, Atanas Michov und Mario Shekov geboren.

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