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Südwest Bulgarien > Sandanski > Geschichte

Sandanski Geschichte

An den warmen Mineralquellen war eine thrakische Siedlung entstanden, deren Bewohner zum Stamm Medi gehörten. Die Römer zerstörten den Ort und bauten ihn neu nach ihren Plänen auf. An den Heilquellen wurde ein großes Bad errichtet (Asklepion). Unter Kaiser Pius (138-161) wuchs der Ort zur Stadt heran und wurde mit Festungsmauern umgeben. Aufschwung und Blüte erlebte die Stadt unter dem byzantinischen Kaiser Justinian II (527-565). Nach dem 6. Jh. wurde die Stadt zerstört. Hier siedelten sich später Slaven vom Stamme der Strimonzi (Strumenzi) an, die den Ort Sveti Vratsch (Heiliger Wunderdoktor) nannten. Nach Überlieferungen ist der Name mit den beiden naturheilkundigen Brüdern Kosma und Damjan verbunden. Unter Presian (836-852) gehörte der Ort zu bulgarischem Territorium. In der Zeit der türkischen Fremdherrschaft setzte ein wirtschaftlicher Verfall ein, so dass Sveti Vratsch bei seiner Befreiung (1912 im Balkankrieg) nur knapp 500 Einwohner zählte (das nahe gelegene Melnik hatte damals 12 000 Bürger). Zwischen 1913-1925 siedelten sich hier viele Flüchtlinge aus den Ägäis an. Heute ist Sandanski eins der größten Heilzentren in Europa für Menschen mit Erkrankungen der Atemwege und der Lunge.

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